Ein zweigeteilter Start

Das Lesen ist definitiv eine alte Kunst und es bedarf eines guten Künstlers, dem Leser seine Kunst nahezubringen. Der Künstler zeigt verschiedene Perspektiven und dennoch gibt es eigentlich nur ein Ergebnis –schwarz oder weiß. Und so sind wir.

Wir sind Lesekünstler!

Aber beschäftigen wir uns doch bitte mit Tatsachen. Eine Rezension besteht im klassischen Sinn aus folgenden Bestandteilen:

  • Einleitung
  • Inhaltsangabe
  • Hintergründe
  • Fazit

Jaja blabla. Das Problem an solchen Dingern ist ja eigentlich, dass es niemanden interessiert. Jeder musste doch in seinem Leben schonmal so was verfassen. Und? Es war immer steif und schlecht. Niemanden hat es doch je dazu animiert, wirklich mal über das Gelesene nachzudenken. Genauso gut kann man auch Amazon Bewertungen lesen. Man nehme den schon da gewesenen Klappentext plus überflüssige Spoiler und verteile Sternchen. Will man so wirklich etwas über ein Buch, ein Kunstwerk, erfahren? Nein, es ist langweilig. Man klickt weiter, weil man ja schon alles weiß. Und lesen? Selber denken? Nee, das macht man dann nicht mehr. Einfach… aber nicht die Absicht unseres Schreibens hier. 

Alles in allem: niemand in diesem Blog hat die Absicht eine klassische Rezension zu verfassen.

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Vielen Dank. Ich wäre im Folgenden durchaus noch auf diesen Umstand gestoßen. Nun, ja. Ich muss dem also zustimmen. Es kursieren mannigfaltige Möglichkeiten, solche Rezension zu konsumieren. Doch bei den wenigsten Bookaholics löst eine solch nüchterne Betrachtung den Wunsch des „Konsums“ aus.

Ganz genau, gut erkannt. Auch wenn selbst diese Beschreibung wirklich nüchtern ist. Bücher….Bücher…jede Figur, jede Geschichte, jede Seite, jedes Cover ist Kunst. Was gibt es schöneres als in jede einzelne Seite einzutauchen?! Abgedroschen, aber wahr: man taucht ein in neue Welten. Der Autor hat diese Welten erschaffen und wir füllen sie aus. Mit unseren Vorstellungen und Ausmalungen, kurz, mit unserer Phantasie. Und genau: jede Beschreibung muss dafür sorgen, dass wiederum der Leser einer Rezension diese Welt auch bereisen will. Jedoch soll er nicht unsere Welt bereisen, sondern seine ganz eigene. Er soll nicht die vorgekaute Variante lesen, sondern in ihm soll der Wunsch des Entdeckens geweckt werden. Ja… mit allen Emotionen!

Auch dieser, wenn auch etwas triebhaft gesteuerten Ausführung, stimme ich zu. Das geschriebene Wort dient nicht nur der Informationsübermittlung. Es dient zu so viel mehr als …

Jaha genau, wieder gut erkannt! Das geschriebene Wort dient zur Anregung jeglicher Emotionen und vor allem zum Träumen, Wünschen und Nachdenken! So muss es einfach sein.

Welches Buch wir als erster zerreden, werden wir jetzt noch nicht verraten. Das Stilmittel der Spannung bleibt uns vorbehalten. Wir sind in diesem Blog die allmächtigen Herrscher über den Informationsfluss.

Ach, naja, man kann’s ja auch einfach mal übertreiben. Jeder ist sein eigener Herr! Und Informationen können hier nur fließen, wenn sich jeder zu unserem Blabla eigene Gedanken macht. Wir sind nur der Übermittler der Kunst des Wortes!

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4 Kommentare zu „Ein zweigeteilter Start

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  1. Hallo ihr zwei,
    ich verachte die formale Vorgabe nciht, denn sie gibt Haltung und führt den Konsumenten.
    Dennoch denke ich auch, dass die Rezension das eigene (emotionale) Erleben deutlich machen sollte und den Leser befähigen, in das ihm noch unbekannte Buch vorzudringen. Ohne allzuviel zu verraten. Eine Kunst für sich.
    Grüße
    Daniela

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    1. Hallo liebe Daniela,
      nein wir verachten die formale Vorgabe auch nicht. Das wäre dann doch zu drastisch. Mir persönlich gefällt nur nicht, wenn ein Werk heruntergebrochen wird auf die „Story“ und die Gedanken zu kurz kommen.
      Aber genauso wie du sagt, da die vermeintlich richtige Mischung zu finden ist eine Kunst. Wir versuchen uns daran in unserer unkonventionellen Art 😉
      Liebe Grüße,
      Troph

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